Reiseverkostungen in Neuseeland

Wenn man um die halbe Welt nach Neuseeland reist, dann ist vieles anders als daheim und es schmeckt anders als daheim. Ich hab mal einige Sachen zusammengestellt, die mir während 4 Neuseeland Urlauben kulinarisch aufgefallen sind.

Brot:
Wer schon mal in einem Supermarkt in Großbritannien oder den USA war, kennt den Anblick: endloslange Regalreihen mit nichts anderem als Toast. Mal dünner, mal dicker geschnitten, mal mit ein paar Körnern drin, mal ohne. Geschmacklich ist kein großer Unterschied festzustellen, obwohl jeder Kiwi steif und fest das Gegenteil behaupten wird und auf seine Lieblingssorte schwört. In den größeren Supermärkten gibt es auch frischgebackene Brötchen und Baguettes, aber so knusprig, wie wir es kennen, sind sie nur selten – weiß der Teufel, woran das liegt. In Wellington gibt es sogar eine deutsche Bäckerei, die „richtiges“ Brot und Brezeln verkauft. Fast wie zu Hause, aber doch nicht ganz. Vielleicht liegt es am Mehl….

Wurst:
Die Wurst ist gewöhnungsbedürftig, der Schinken ist uneingeschränkt empfehlenswert. Sehr lecker auch „smoked Chicken“, geräuchertes Hühnchen. Am ersten Tag hat es uns fantastisch geschmeckt, nach 2 Tagen hatten wir es allerdings schon etwas über. Und als wir später noch mal eines gekauft haben, ist es mit deutlich weniger Begeisterung verzehrt worden, also nicht zu oft und nicht in zu großen Mengen kaufen.


Fleisch:

Ich hab noch nie so viel und so gutes (und günstiges) Rindfleisch gegessen wie in Neuseeland. Lamm, Hirsch und Schwein bekommt man natürlich auch zu kaufen. Aber die Rindersteaks…

Käse:
Vorherrschend ist die Sorte „Chester“. In einigen Supermärkten gibt es Delikatessabteilungen mit importiertem französischen Käse. Der ist natürlich gut aber teuer. Der neuseeländische Käse ist „a little bit strange“ – drücken wir es mal so aus. Er ist sehr fest und trocken und klebt am Gaumen, schmeckt erstaunlicherweise fast immer gleich, egal welche Sorte auf dem Brot liegt.

Butter/Milch:
Sind nach meinem Empfinden ebenfalls etwas „strange“. Die Butter hat einen sehr intensiven kuhigen Geschmack und ist nur im halbflüssigen Zustand streichfähig. Auch die Milch schmeckt anders, aber der Kaffee übertönt es. Liegt vielleicht an der Pasteurisierung…

Ein tolles Phänomen:
Ist das Hefegebäck. Irgendwie sind die Hefepilze anders drauf als unsere. Sie geben dem Gebäck nicht nur Volumen, sie blasen es regelrecht auf. Wenn man es zusammendrückt, schrumpft es auf 1/5 seiner Größe zusammen und ist nur schwer verdaubar.



Was für kleine Kiwis:

The Simpsons und Barbie-Nudelgerichte. Die Idee dazu scheint allerdings nicht direkt aus Neuseeland zu kommen. In England stehen diese (und noch viel mehr!) Kinderdosengerichte ebenfalls in den Regalen. Hee Leute, bringt Euren Kindern lieber bei, dass der Geschmack das entscheidende ist und nicht die Nudelform.

Straßenfood
Das Allerleckerste ist natürlich Lobster, direkt an der Stráße gekauft – auch wenn die beiden Verkaufsbuden, die nördlich von Kaikoura stehen, keinen sehr vertrauenserweckenden Eindruck machen. Man sucht sich einen Lobster in der gewünschten Größe aus und bekommt ihn dann in Papier oder Zeitung eingepackt.

Hier noch zwei Klassiker:
Fish & Chips haben die Engländer in die „Kolonien“ mitgebracht – logo. Kann sehr sehr lecker sein. Kann aber Magenprobleme verursachen: Wenn die Chips in Rinder- oder Hammeltalg ausgebacken sind. Danach braucht man einen Schnaps oder Alka Seltzer…


Ganz verrückt sind die Neuseeländer auf Kürbisgewächse jeglicher Art. Je größer und je bunter desto lieber…

Die weißen Dingers gab es im neuseeländischen Weihnachtssortiment. Keks mit Baisermasse. Macht allerdings optisch mehr her als es schmeckt. Weihnachten gibt es natürlich auch lecker Schinken

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